Roubaix, Lille, Paris & mehr – unser Frankreichaustausch in Bildern

Wenn aus Schülerinnen und Schülern für eine Woche echte Entdecker werden – dann klingt es ungefähr so wie unser Frankreichaustausch. Von Lille aus erkundeten wir eine Region voller Geschichte, Kultur und unvergesslicher Begegnungen. Hier sind unsere Eindrücke.

Der Freitag begann mit einer ungewöhnlichen Erfahrung: Statt eigenen Unterricht zu haben, besuchten wir die Stunden unserer Austauschpartner – der sogenannten „Corres“. In den Sprachfächern konnten wir noch gut mithalten, in anderen Fächern stießen wir schnell an unsere Grenzen. Ein echtes, lebendiges Spracherlebnis, das kein Schulbuch ersetzen kann. Am Nachmittag folgte ein kulturelles Highlight: der Louvre-Lens, eine beeindruckende Außenstelle des weltberühmten Pariser Museums. In der Galerie du temps tauchten wir in Jahrtausende der Kunstgeschichte ein – von antiken Steinskulpturen bis zu den vier Jahreszeiten des Malers Arcimboldo, dessen Porträts bei näherem Hinsehen vollständig aus Obst und Gemüse bestehen. Definitiv unvergesslich.

Der Montag gehörte Paris. Früh morgens bestiegen wir den Zug von Lille – und was folgte, war ein Tag, den wohl niemand so schnell vergessen wird. Notre-Dame, frisch restauriert und beeindruckender denn je, war unser erster Halt. Dann führte uns der Weg entlang der Seine, vorbei am Louvre und durch den Jardin des Tuileries, die Champs-Élysées hinauf zum Arc de Triomphe und schließlich zum Eiffelturm. Von unten schon ein Anblick, der sprachlos macht – von oben über die Dächer von Paris zu blicken, war noch einmal eine ganz andere Erfahrung. Den Abend ließen wir bei einem Spaziergang durch die verwinkelten Gassen von Montmartre und einem Besuch des Sacré-Cœur ausklingen. Müde, aber glücklich – und ein bisschen verliebt in diese Stadt.

Der Dienstag überraschte uns auf seine ganz eigene Art: Ein ehemaliges Schwimmbad als Museum – ungewöhnlich, aber faszinierend. Wir erfuhren nicht nur etwas über die Geschichte des Gebäudes, sondern auch über die Menschen, die es einst mit Leben gefüllt haben. Anschließend erkundeten wir Lille bei einer lebhaften Stadtrallye, bevor wir die Stadt auf eigene Faust erforschten: Buchläden, Souvenirshops, Supermärkte – alles wurde neugierig durchstöbert. Das Wetter meinte es dabei halbwegs gut mit uns: viel Sonne, zwischendurch aber auch der ein oder andere Regenschauer. Ein runder Tag mit viel Raum für echte Begegnungen.

Den Mittwoch verbrachten wir in Boulogne-sur-Mer – und das Nausicaá-Aquarium begeisterte uns vom ersten Moment an. Riesige Becken, Haie in Armreichweite und eine beeindruckende Vielfalt an Meerestieren ließen uns staunen. Danach zog es uns an den Strand. Kalt war es, das Meer grau und aufgewühlt – aber genau das hatte seinen ganz eigenen Reiz. Mit dem Wind in den Haaren und der Sonne im Gesicht spazierten wir am Wasser entlang und ließen die Woche gemeinsam ausklingen.

Dieser Austausch war mehr als ein Schulprojekt. Er hat uns gezeigt, wie lebendig Sprache wird, wenn man sie wirklich braucht – und wie viel man voneinander lernt, wenn man gemeinsam eine neue Welt entdeckt.